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01.07.2019

Wahlergebnisse aus Hamburg und aus Langenhorn

Die Wahlen am 26.Mai 2019 brachten für die SPD ein ziemlich schlechtes Ergebnis: Bei den Europawahlen landeten wir in Hamburg bei 19,8 % - immerhin noch besser als die CDU, die 17,7 % erreichte. Strahlende Sieger waren die Grünen (31,2 %), die Linke kam auf 7,0 %, die FDP auf 5,6 %, die AfD auf 6,5 %.

Grün und Rot – Die Koalition im Hamburger Rathaus könnte sich, wenn auch in neuer Reihenfolge, bestätigt sehen. Auch die Spitzen der Hamburger Grünen betonten, die vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Landesebene fortsetzen zu wollen.

Weder der bisherige SPD-Abgeordnete im Europäischen Parlament, Knut Fleckenstein, noch der Kandidat der CDU, der Landesvorsitzende Roland Heinze, werden unsere Stadt in Straßburg und Brüssel vertreten. Stattdessen zieht der Satiriker Nico Semsrott für „Die Partei“ ins Parlament ein. Seine Partei wurde mit bundesweit 2,4 % gewählt, und das reichte für ein zweites Mandat.

Die AfD ist in Hamburg wie im Bund gottlob auf ein niederes Niveau zurückgestutzt worden.

Zu den Wahlen für die 7 Hamburger Bezirksversammlungen. Auch hier surften die Grünen auf den Wogen des Klimaschutzthemas zu 31,3 % vor uns Sozialdemokraten, die auf 24 % kamen. Im Bezirk Hamburg-Nord war der Unterschied noch krasser: Grüne – 35,7%, SPD 20,8 % - ein Absturz um 13,1 Prozentpunkte. Dennoch wollen Grüne und Rote auch hier ihre Kooperation fortsetzen. Die SPD hat 11 Fraktionsmitglieder, die Grünen haben 19, die CDU 10, die Linke 5, die FDP 4, die AfD 2.

In Langenhorn sieht es für die SPD ein bisschen freundlicher aus. Sie bleibt mit 27,7 % die stärkste Partei ( Grüne – 26,8 %, CDU - 18,1 % ). Besonders erfreulich ist, dass außer der Bezirksabgeordneten Martina Schenkewitz ( Langenhorn-Süd ) auch der Newcomer Philipp Noß aus dem Distrikt Langenhorn-Nord in die Bezirksversammlung gewählt wurde. Wir glauben, dass er frischen Wind in die Fraktion bringen kann.

Die besten Ergebnisse erzielte die SPD wie früher schon in den Wahllokalen Foorthkamp ( 35,6 %), Röweland (34,6 %) und Tangstedter Landstraße 223 (33,9 %).

Die Wahlbeteiligung ist immer ein bedeutender Faktor, wenn es um eine gründliche Wahlanalyse geht. Es zeigt sich, dass die höchste Wahlbeteiligung in den Stadtteilen Wohldorf-Ohlstedt (76,9 %), Groß Flottbek (75,3 %) und Volksdorf (75,2 %) festzustellen war, also in eher gutsituierten Wohnlagen. Hier wird eher bürgerlich gewählt, kaum die SPD. Am schwächsten war die Wahlbeteiligung in Billstedt/Billbrook (36,3 %), in Jenfeld (36,6 %) und in Rothenburgsort (36,8 %) – das waren traditionell sozialdemokratische Hochburgen.

Die FDP hatte ihre besten Ergebnisse in Groß Flottbek / Othmarschen, in Nienstedten (14,0 %) und in Blankenese (13,1 %). Auch die Grünen sind in diesen Stadtteilen besonders erfolgreich (30,7 %) und liegen hier sogar vor der CDU.

Wir Sozialdemokraten waren seit vielen Jahrzehnten die „Hamburg-Partei“. Wir müssen aufpassen, dass wir dieses Prädikat nicht an die Grünen verlieren.